Sie kommen wiederEinmal einlösbar

Digitale Gutscheine, die nur einmal gehen.

Ein digitaler Gutschein ist ein Code, der einmal entwertet wird: ein Stück Kuchen, ein Kaffee aufs Haus, 20 % für die ersten hundert. Ob er im Wallet eines Gastes liegt oder auf einem Flyer steht, entscheidest du.

Was ich führe, ist der Code — und dass niemand ihn zweimal einlöst. Auch nicht auf einem anderen Gerät, auch nicht an einer zweiten Kasse.

  • Gutschein
  • Aktionscode
  • Freikaffee
  • Rabattcode
Eisdiele LidoGutschein

Ein Becher aufs Haus.

LIDO-7KQ2F8PB

Zieh den Abriss weg, oder tipp ihn an.offen

01 · Baukasten

Drei Fragen. Jede Antwort ist ein anderer Gutschein.

Genau diese drei Fragen stellt dir auch der Designer, wenn du einen Gutschein anlegst. Probier aus, was dabei herauskommt.

1Was gibt es dafür?

2Wer darf ihn einlösen?

3Wie oft gilt er?

Einmal. Er gehört einem Menschen.

Der Träger bestimmt die Art, nicht der Anlass.Liegt der Gutschein im Wallet, ist „Nur der Gast“ richtig: Das Handy ist der Beweis. Steht er auf Papier, nimm „Jeder mit dem Code“. Papier kann nicht beweisen, wer es hält.

Produkt gratis · Nur der Gast

Kaffee aufs Haus für Kim.

Die Wiedergutmachung nach einem verpatzten Besuch, oder die verdiente Prämie aus der Stempelkarte. Sie zeigt ihn im Wallet vor, und es wird nichts gefragt.

TrägerWallet des Gastes
An der ThekeGast zeigt vor, keine Frage
BuchhaltungUnentgeltliche Wertabgabe

Die Steuerhinweise sind eine Orientierung, keine Steuerberatung.

02 · Fünf Arten

Was auf einem Gutschein stehen kann.

Produkt gratis

Ein bestimmtes Produkt, ohne zu zahlen.

„Ein Kaffee aufs Haus“

Prozent

Ein Rabatt auf den Einkauf, zwischen 1 und 100 %.

„20 % auf alles“

Betrag

Ein fester Rabatt, einmal ganz abgezogen.

„10 € gut für Kim“

Freier Text

Alles, was keine Zahl ist.

„Ein Probetraining“

Guthaben

Ein Betrag, von dem bei jedem Besuch abgebucht wird.

Eigene Seite

03 · Wer darf

Eine Leiter, keine zwei Häkchen.

Jede Stufe gibt mehr her als die davor. Die Vorgabe ist die unterste, aus gutem Grund.

  1. Stufe 1 · Vorgabe

    Nur der Gast, der ihn bekommt

    Persönlich gemeint und persönlich einlösbar. Im Wallet wird an der Theke gar nichts gefragt, der Gast zeigt einfach vor. Verschenken kann er ihn trotzdem — dann gehört er dem Nächsten, und persönlich bleibt er.

  2. Stufe 2

    Jeder, der den Code vorzeigt

    Der Gutschein wird zum Inhaberpapier. Richtig für alles, was gedruckt wird: Flyer, Plakat, Geschenkkarte.

  3. Stufe 3

    Auch in Geld

    Der Gast darf statt der Leistung den Gegenwert verlangen. Selten richtig, und rechtlich eine Geldschuld. Nur bewusst nehmen.

04 · Ablauf

Wie es läuft.

  1. 01

    Du legst eine Vorlage an, etwa „ein Stück Kuchen“ oder „20 % für die ersten hundert“.

  2. 02

    Du gibst einen Code aus: ins Wallet eines Gastes, auf einen Flyer oder auf ein Kärtchen. Der Code hat acht Zeichen, und keins davon lässt sich mit einer Null verwechseln.

  3. 03

    Die Theke scannt ihn oder tippt ihn ab. Ein Griff, gehalten, und er ist entwertet.

  4. 04

    Kommt derselbe Code noch einmal, sagt die Theke, dass er schon eingelöst ist. Auch auf einem anderen Gerät.

Der Betreiber. Er sieht, was noch draußen ist und was schon eingelöst wurde.
Die Aushilfe. Sie scannt, hält, fertig. Sie muss die Regeln nicht kennen, die Theke kennt sie.

05 · Vom Zettel zur Entwertung

Einmal gilt er. Danach sagt es die Theke.

Fünf aufgenommene Bildschirme: drei frische Codes, einer davon auf einem Zettel, vorgelegt und entwertet — und derselbe Code ein zweites Mal. Das letzte Bild ist das, was Papier nicht kann.

  1. 01

    Der Betrieb

    Drei Codes, in einem Druck.

    Du sagst, wie viele du brauchst. Jeder Code hat acht Zeichen, und keins davon lässt sich mit einer Null verwechseln — damit überlebt er auch eine schlechte Handschrift auf einem Kärtchen.

  2. 02

    Die Theke

    Der Zettel liegt vor.

    Scannen oder abtippen — und die Theke sagt, was darauf steht: das Versprechen, die Bedingungen, bis wann er gilt. Niemand muss raten, was der Betrieb vor zwei Monaten gedruckt hat.

  3. 03

    Die Theke

    Wer legt ihn vor?

    Ein Zettel sagt nicht, wem er gehört. Also fragt die Theke, bevor sie bucht — und ab dann gehört der Gutschein diesem Gast. Ein Code aus dem Wallet fragt das nicht: dort steht es schon.

  4. 04

    Die Theke

    Entwertet.

    Ein Griff, gehalten. Danach ist der Code verbraucht — nicht der Zettel, der Code. Den Zettel darf der Gast behalten.

  5. 05

    Die Theke

    Und beim zweiten Mal?

    Sagt sie, dass er weg ist — auf jedem Gerät und in jeder Schicht. Ein abfotografierter Zettel bleibt ein Bild von etwas, das es nicht mehr gibt.

06 · Abgrenzung

Was es nicht ist.

  • Kein Code, der doppelt geht. Ein entwerteter Gutschein bleibt entwertet, auf jedem Gerät.
  • Kein Gutschein-Shop. Kassiert wird an deiner Kasse — das Geld läuft nie über mich. Den Gutschein gibst du auf den Namen des Käufers aus, dann liegt er in seinem Wallet. Weiterschenken kann er ihn von dort selbst.
  • Keine Frist unter drei Jahren als Vorgabe. Kürzere Fristen sind rechtlich heikel, deshalb schlägt der Designer drei Jahre vor.
  • Kein Rätselraten an der Theke. Welche Frage gestellt wird, ergibt sich aus dem Gutschein, nicht aus dem Gedächtnis der Aushilfe.

07 · Fragen

Was Betreiber vorher fragen.

Kann ich digitale Gutscheine auch ausdrucken?

Ja. Der Code funktioniert auf Papier genauso wie im Wallet — acht Zeichen, keins davon mit einer Null zu verwechseln. Ein fertiges Druckblatt mit QR je Code ist noch in Arbeit; heute gibst du die Codes als Liste aus und setzt sie in deine eigene Vorlage. Für gedruckte Gutscheine ist „Jeder, der den Code vorzeigt“ die richtige Stufe, weil Papier nicht beweisen kann, wer es hält.

Können Gäste Gutscheine kaufen und verschenken?

Ja, und zu Weihnachten oder zum Geburtstag ist das der häufigste Fall. Bezahlt wird an deiner Kasse — ich fasse kein Geld an und brauche keinen Shop. Du gibst den Gutschein auf den Namen des Käufers aus, dann liegt er in seinem Wallet. Von dort verschenkt er ihn mit einem Link weiter: wer ihn zuerst annimmt, dem gehört er, und nimmt niemand an, kommt er zurück. Er bleibt dabei persönlich — verschenken ist nicht dasselbe wie „Jeder mit dem Code".

Wie verhindere ich, dass jemand einen Aktionscode fünfzigmal nutzt?

Mit der Grenze je Person. Bei „Die ersten 50 zur Eröffnung“ legst du einen Vorrat von 50 fest und eine Einlösung je Person. Sonst holt sich einer alle fünfzig.

Wie lange muss ein Gutschein gültig sein?

Der Designer schlägt drei Jahre vor, das entspricht der regelmäßigen Verjährungsfrist. Kürzere Fristen müssen sich rechtfertigen lassen. Im Zweifel fragst du deinen Anwalt, nicht mich.

Was ist der Unterschied zwischen Gutschein und Guthaben?

Ein Gutschein wird einmal ganz eingelöst. Von einem Guthaben wird abgebucht, so oft der Gast kommt, bis nichts mehr übrig ist. Steuerlich sind das zwei verschiedene Dinge, deshalb sind es auch zwei Arten.

Zum Guthaben
Was, wenn ein Gast mit Gutschein kein Handy dabei hat?

Bei einem gedruckten Gutschein ist das egal, der Code steht auf dem Papier. Bei einem persönlichen Gutschein im Wallet kann die Theke den Gast aus der Liste wählen. Das steht dann im Protokoll.

Pilotphase

Was es kostet: in der Pilotphase nichts.

Ich suche Betriebe, die mitmachen. Wer jetzt dabei ist, redet direkt mit dem, der es baut.

Gespräch anfragen

Weiter

Die anderen Arten.